Montag, 11. Dezember 2017

[Hörbuch] In einer kleinen Stadt (Needful Things)


Bildquelle

von Stephen King
übersetzt durch Christel Wiemken
gelesen von David Nathan

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 16.12.2011
  • Aktuelle Ausgabe : 16.12.2011
  • Verlag : Audible GmbH
  • ISBN: B0083JBSDS
  • Mp3-Download: 29h 08
  • Sprache: Deutsch 


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Inhalt


Ein merkwürdiger Fremder eröffnet den Laden "Needful Things" in Castle Rock. Die Bewohner des friedliebenden Städtchens finden dort die Raritäten, mit denen sie ihre geheimsten Sehnsüchte und Wünsche erfüllen können. Alles hat seinen Preis: aber neben Geld verlangt Leland Gaunt Gefälligkeiten. Die Kunden sollen anderen Einwohnern harmlose Streiche spielen. Schon binnen eines Wochenendes eskaliert der Spaß, es kommt zu Mord und Totschlag, stets gesteuert von Leland Gaunt, der seinen Käufern zusätzlich automatische Waffen verkauft. Einzig Alan Pangborn, der Sheriff des Ortes, zieht die richtigen Schlüsse und versucht Herr des ausbrechenden Chaos zu werden ... 
(Quelle: Audible)


Meine Meinung



In einer Kleinstadt in Maine wird ein neuer Laden eröffnet, der wie durch Zauberei für jeden Einwohner der Stadt genau den Artikel anbieten kann, den er sich am meisten wünscht. Doch der Ladenbesitzer will nicht nur Geld als Gegenleistung für den jeweiligen Gegenstand, und so kommt e bald zu bizarren Vorkommnissen…

Die Geschichte wird in der dritten Person von einem Erzähler geschildert, der sich in jeder Szene auf einen bestimmten Bewohner der Kleinstadt fokussiert und so abwechselnd aus jeder möglichen Perspektive erzählt – fast jeder: die Sicht des Verkäufers Leland Gaunt bleibt dem Leser verborgen. Wie bei Stephen King so üblich, ist praktisch jede Figur auf die eine oder andere Art ziemlich unausstehlich. Auch die eigentlich sympathischen Charaktere haben Seiten an sich, die mich einfach nur aufgeregt haben.

Die Handlung baut sich sehr langsam auf, auch wenn der Leser, der durch die wechselnde Perspektive sehr viel mehr weiss als jede Figur der Geschichte (mit Ausnahme von Leland Gaunt), schon bald weiss wohin die Reise geht. Durch das langsame Tempo fühlt sich die Geschichte in der ersten Hälfte, in der in erster Linie die vielen verschiedenen Figuren vorgestellt werden, recht zäh an, bis die ganze Sache endlich ins Rollen kommt. Am etwa Buchmitte sterben dann die Figuren wie die Fliegen, wie es bei King nicht unüblich ist. Für sensible Leser ist es nicht geeignet, aber dass sollte bei einem King ja wohl selbsterklärend sein.

Der Schreibstil von Stephen King fällt hier vor allen durch die vielen Wiederholungen auf. Immer wieder werden ähnliche Szenen geschildert oder wortwörtlich identische Formulierungen verwendet. Das hat mich mit der Zeit etwas genervt, da hätte ich mir mehr Abwechslung gewünscht.

Gelesen wird das Hörbuch von David Nathan, der seine Sache wie immer ausgezeichnet macht. Ich habe ihm über die ganzen knapp 30 Stunden gerne zugehört.

"In einer kleinen Stadt – Needful Things" hat alles, was zu einem klassischen King gehört: eine Kleinstadt in Maine, viele nicht sonderlich sympathische Charaktere, ein nicht näher erklärtes übernatürliches Phänomen und viele Tote. Wer King mag, wird auch dieses Buch mögen, wer ihn erst kennenlernen will, kann dies ohne Bedenken mit "Needful Things" tun.

Mein Fazit

Klassischer King mit zäher erster Hälfte










1 Kommentar:

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