Dienstag, 7. August 2018

Der Jäger


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von Andreas Franz

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 01.10.2001
  • Aktuelle Ausgabe : 01.10.2001
  • ISBN: 9783426617410
  • Flexibler Einband: 592 Seiten
  • Sprache: Deutsch


Leseprobe
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Bücher der Reihe:
Jung, blond, tot
Das achte Opfer
Letale Dosis
Der Jäger
Das Syndikat der Spinne
Kaltes Blut
Das Verlies
Teuflisches Versprechen
Tödliches Lachen
Das Todeskreuz
Mörderische Tage
Todesmelodie
Tödlicher Absturz
Teufelsbande
Die Hyäne
Der Fänger
Kalter Schnitt



Inhalt


Die Frankfurter Kriminalkommissarin Julia Durant muss sich wieder einmal beweisen: Innerhalb kurzer Zeit werden im Oktober mehrere Frauenleichen unterschiedlichen Alters gefunden. Seltsam ist, dass alle Verstümmelungen aufweisen, keine der Frauen sexuell missbraucht wurde und alle vollständig bekleidet aufgefunden werden. Ein Merkmal, welches den Beamten besonderes Kopfzerbrechen bereitet, ist die ungewöhnliche Aufbahrung der Opfer, wobei eine goldene Nadel jeweils eine besondere Rolle spielt. Die Mordkommission versucht Gemeinsamkeiten der Opfer zu entdecken, doch wen immer man auch fragt, die Opfer kannten sich ganz offensichtlich nicht untereinander. Bis Julia Durants Kollege Hellmer plötzlich bemerkt, dass alle Frauen im Sternzeichen des Skorpions geboren wurden. Man zieht eine Astrologin zu Rate, um von ihr Genaueres über dieses Sternzeichen zu erfahren, womit eigentlich erst jetzt für die Beamten einer der unheimlichsten Fälle beginnt, die sie je zu bearbeiten hatten...
(Quelle: Knaur)


Meine Meinung


In Frankfurt wird eine brutal verstümmelte weibliche Leiche gefunden. Beim zweiten Leichenfund wird klar, dass es sich hier um einen Serientäter handelt. Doch nach welchen Merkmalen sucht er seine Opfer aus? Ist es wirklich Zufall, dass alle dasselbe Sternzeichen haben?

"Der Jäger" ist der vierte Band um die Frankfurter Kommissarin Julia Durant. Die einzelnen Bände sind in sich abgeschlossen und können auch ohne Vorkenntnisse gelesen werden.

Die Geschichte wird wie in allen Bänden der Reihe aus der Sicht eines allwissenden Beobachters erzählt, der sich je nach Szene mal auf die eine, mal auf die andere Figur konzentriert, wobei neben den Ermittlern auch die Opfer und deren Umfeld immer wieder im Fokus stehen. Eine wirkliche Sympathieträgerin ist die Protagonistin Julia Durant für mich nicht, sie ist mir zu selbstmitleidig und zu motzig, meist schlecht gelaunt und dabei nicht abgeneigt, ihre Launen an ihrem Umfeld auszulassen.

Die Handlung verläuft linear und ohne grosse Wendungen, dafür mit umso mehr Wiederholungen, lediglich ganz am Schluss versucht der Autor Andreas Franz seine Leser kurz in die Irre zu führen. Die Auflösung wirkte auf mich ziemlich aus dem Hut gezaubert und sehr konstruiert. Immer wieder erstaunt mich bei dieser Reihe, über wie wenig Allgemeinwissen die doch angeblich so brillianten Kommissare verfügen, für jede Kleinigkeit scheinen sie einen Experten zu benötigen. Trotz diesen Kritikpunkten vermochte mich der Krimi (für einen Thriller fehlte mir hier das Tempo, der Thrill) durchaus zu unterhalten, man sollte einfach nicht zu sehr mitdenken (und auch das eine oder andere Logikloch übersehen, wie beispielsweise, woher der Täter die genaue Geburtszeit und den Geburtsort aller Opfer kennt…), um das Buch geniessen zu können.

Der Schreibstil des Autors Andreas Franz ist eher einfach gehalten und fällt mehr durch ellenlange Beschreibungen als durch bildhafte Darstellungen aus. Mit Hilfe einer Strichliste könnte man am Ende des Buches wohl genau sagen, wer während der Falllösung wie viele Zigaretten welcher Marke geraucht, wie viele Biere getrunken und wie viele Salamibrote gegessen hat (über ihren Hängebauch müsste sich Julia Durant wohl nicht alle paar Seiten ärgern, wenn sie auch mal etwas Wasser und Gemüse zu sich nehmen würde…). Besonders packend machen diese Details das Buch allerdings nicht.

Sensible Leser sollten sich von dieser Buchreihe fernhalten, da der Autor nicht mit Blut und plastischen Beschreibungen von Verstümmelungen geizt.

Mein Fazit

Unterhaltsam, aber doch arg konstruiert.









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