Freitag, 29. Mai 2015

Ostseesühne



Bildquelle


von Eva Almstädt

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 15.04.2014
  • Aktuelle Ausgabe : 15.04.2014
  • Verlag : Bastei Lübbe
  • ISBN: 9783404169283
  • Flexibler Einband: 367 Seiten
  • Sprache: Deutsch

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Inhalt


Im Feuerlöschteich auf einem Bauernhof entdeckt ein Postbote eine halb verweste männliche Leiche. Von den Bewohnern des Hofes, einem Ehepaar und seinem 16-jährigen als zurückgeblieben geltenden Sohn, fehlt jede Spur. Pia Korittki übernimmt die Ermittlungen - und findet heraus, dass vor Jahren ein merkwürdiges Gerücht im Dorf kursierte, dem jedoch nie jemand nachgegangen ist: Auf dem Hof soll damals ein Mädchen gefangen gehalten worden sein ...
(Quelle: Bastei Lübbe)


Mein Fazit


Eine männliche und eine weibliche Leiche werden in der Nähe eines Bauernhofs gefunden. Wieso ist die Bauernfamilie verschwunden, was hat sie mit den Morden zu tun? Pia Korittki und ihr Team ermitteln.

„Ostseesühne“ ist bereits der neunte Roman um die Lübecker Kriminalkommissarin Pia Korittki, jedoch ist es der erste, den ich gelesen habe. Zum Verständnis von „Ostseesühne“ ist es nicht nötig, die Vorgänger zu kennen, auch wenn gelegentlich Anspielungen auf vorhergehende Fälle eingestreut werden. Hier hat es mich aber nicht, wie sonst so oft, abgeschreckt, sondern eher neugierig gemacht.

Die Handlung wird zu einem grossen Teil aus der Perspektive der Ermittlerin Korittki erzählt, jedoch werden auch immer wieder Szenen aus der Sicht anderer Beteiligter eingestreut. Der Schreibstil der Autorin Eva Almstädt liest sich flüssig, die Sätze sind eher einfach und kurz gehalten. Das Privatleben der Beteiligten nimmt dabei einen ziemlich grossen Teil des Buches ein, ich schätze den Anteil auf rund ein Drittel bis sogar die Hälfte. Wer Krimis bevorzugt, in denen es hauptsächlich um den zu lösenden Fall geht und das Privatleben der Ermittler höchstens am Rande erwähnt wird, wird also mit der Reihe um Pia Korittki wohl nicht glücklich.

Nachdem ich über weite Teile des Romans überzeugt war, die Auflösung bereits zu kennen, war ich zum Schluss doch überrascht, denn es kam anders, als ich erwartet hatte. Der Krimi endet nach einem Thriller-artigen Showdown mit einer kurzen Erklärung, was denn nun genau hinter den Taten steckte, da dies durch die bisherige Handlung nicht erkennbar war. Trotzdem ist die Auflösung in sich logisch und hat mich positiv überrascht.

Wer Regionalkrimis mit sehr präsenten Ermittlern (und deren Privatleben) schätzt, dem kann ich „Ostseesühne“ durchaus ans Herz legen, auch ohne Kenntnis der Vorgänger. Ich werde mir mit Sicherheit noch weitere Krimis aus der Reihe zu Gemüte führen, einer davon befindet sich bereits seit einigen Monaten auf meinem SuB.



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